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Der Name Peterswörth
Peterswörth ist ein Ortsname, der sich wie viele andere aus einem Grund- und einem Bestimmungswort zusammensetzt. Das Grundwort Wörth geht auf das mittelhochdeutsche Wort ,,wert~ oder ,,werde~ zurück, das eine nicht seltene Bezeichnung für eine Insel oder Halbinsel war. In Norddeutschland tritt es in den Ortsnamen -werd(er) oder -werda auf, in Süddeutschland des öfteren einsilbig als Wörth oder in Zusammensetzungen mit -wörth.6 Dafür einige Beispiele: Wörth am Main, Wörth in der Pfalz, Wörth über Landshut, Wörth über Ellwangen an der Jagst, Frauenwörth im Chiemsee. Da der ursprüngliche Lauf der Donau reich an Windungen, Inseln und Auwäldern war, erscheint auch an ihr entlang der Name Wörth nicht selten, beispielsweise außer in Peterswörth bei Donauwörth, bei Wörth über Regensburg und Wörth über Passau. In der nächsten Nachbarschaft von Peterswörth hießen größere Waldstücke Wörth (etwa jenseits der Donau zwischen Hygstetten und Lauingen das ,,Vischerwerd~ und ,,Frauenwerdt~)7, und auch alte Peterswörther Flurbezeichnungen tragen diesen Namen.
Die Häufigkeit des Namens Wörth und Verwechslungsmöglichkeiten veranlaßten die Urkundenschreiber des späten Mittelalters, dem Ortsnamen ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal beizugeben, das als Bestimmungswort schließlich Bestandteil des Namens wurde. Daß man dafür das Patrozinium der Kirche St. Peter wählte, lag nahe. Mit Heiligennamen gebildete Ortsnamen waren im Mittelalter recht beliebt. Bei Peterswörth tritt der Heiligenname als Unterscheidungsmerkmal seit dem 14. Jahrhundert auf, schließlich wurde es zum festen Bestandteil des Ortsnamens. 1327 heißt es ,,s~ Peters werdec", 134C in einem Archivstück aus dem Kloster Ettal ,,Werd apud sanctum Petrumcc, was den ersten Nachweis für das Vorhandensein eines Kirchleins bringen dürfte. Aus dem 15. Jahrhundert sind u. a. die Formen ,,Werd, Santpeterswerd" (1447), ,,Sant Peterswerd" (1463). ,,Peterswerd” (1473) überliefert. .
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