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Das Alter des Ortes Peterswörth
Peterswörth tritt im 13. Jahrhundert ins Licht der Geschichte. Wahrscheinlich ist aber die Siedlung älter. Wenn auch die Urkunden über ihre Anfänge schweigen, so lassen doch die mittelalterlichen Herrschaftsverhältnisse in und um Peterswörth auf die ungefähre Gründungszeit schließen.
Zu Beginn des hohen Mittelalters, im 10 Jahrhundert, beherrschten die Hupaldinger im Auftrag des Königs den mittleren Teil des ostschwäbischen Donautals. Es war die Familie des hl. Ulrich, des großen Bischofs von Augsburg. Zu ihrem Besitz gehörte offenbar das Gebiet um Gundelfingen, das ebenso wie Gundremmingen den Hauptteil seines Namens von einer adligen Sippe erhielt, bei der ,,Gund" (Gundolf, Guntram) ein bevorzugter Leitname war. Peterswörth ist jünger als diese beiden benachbarten alemannischen Siedlungen. Seine Flur ist noch heute von der großen Gemarkung Gundelfingens nahezu umschlossen. Das läßt annehmen, daß sie ursprünglich zur Gundelfinger Flur gehörte und erst in späterer Zeit aus ihr herausgelöst wurde.
Das geschah wohl durch die Edelherren von Gundelfingen, als sie das Benediktinerkloster Echenbrunn gründeten und mit Besitzungen in der näheren Umgebung dotierten. Das Edelgeschlecht, das auch am westlichen Riesrand begütert war, scheint irgendwie mit Nachfahren der Ulrichsfamilie, der schon erwähnten Hupaldinger, verwandt gewesen und dadurch zu ihrem Stamm-gut bei Gundelfingen gelangt zu sein. Dem um 1120 gestifteten Hauskloster Echenbrunn übertrugen die Herren von Gundelfingen neben Besitz in Echenbrunn, Hygstetten und Gundelfingen auch solchen in Peterswörth. Die Benediktiner von Echenbrunn dürften es gewesen sein, denen Peterswörth seine Entstehung verdankte. Vögte ihres Klosters blieben längere Zeit die Edelherren von Gundelfingen-Hellenstein.
Peterswörth ist wahrscheinlich noch im zwölften, spätestens im frühen dreizehnten Jahrhundert gegründet worden. Es gehört zu den hochmittelalterlichen Ausbausiedlungen. Bei ihrer Niederlassung auf dem Boden von Peterswörth dürften die Siedler zunächst einen Teil des Donauwaldes gerodet und auf dieser Rodungsfläche die ersten Häuser und Höfe errichtet haben. .
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